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Nachhaltige Lieferkette: für Fertigungsunternehmen eine herausfordernde, aber auch lohnenswerte Investition -

Fertigungsunternehmen sind von funktionierenden Lieferketten abhängig, um ihre Produktion auszulasten, Liefertermine einzuhalten und ihre Kunden zufriedenzustellen. Dabei ist es außerdem das Ziel, möglichst kostenoptimal einzukaufen. Gleichzeitig steigen jedoch die Anforderungen in puncto Nachhaltigkeit. Diesen scheinbaren Widerspruch haben SAP und Oxford Economics in einer Untersuchung unter dem Titel "Das Paradox der nachhaltigen Lieferkette" näher beleuchtet. Wir haben die zentralen Erkenntnisse für Sie herausgearbeitet und kommentiert.

 

SAP und Oxford Economics befragten 1.000 Teilnehmer weltweit

Anfang des Jahres 2021 befragten SAP und Oxford Economics 1.000 Personen aus unterschiedlichen Branchen. Darunter befanden sich auch 150 Experten aus der Prozessfertigung und der diskreten Fertigung. Die Ergebnisse wurden von SAP unlängst in einem "Infoblatt Fertigungsbranche" veröffentlicht. Die zentrale Fragestellung lautete: Wie lassen sich eine nachhaltige Lieferkette und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringen?

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage sind die folgenden:

  • Zwei Drittel sehen eine nachhaltige Lieferkette als Wettbewerbsvorteil
  • Fehlende Transparenz in der Supply Chain wird als Hindernis gewertet
  • Potenzial wird vor allem bei den Produktionsabläufen gesehen

Betrachten wir diese Punkte nachfolgend genauer.


Nachhaltige Lieferkette als Wettbewerbsvorteil

Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen betrachten eine nachhaltige Lieferkette bereits als Wettbewerbsvorteil - besonders im Hinblick auf Produkt- und Serviceinnovationen. 70 Prozent stufen sie als wichtig für den langfristigen Unternehmenserfolg ein. Doch es gibt auch Hürden. Genannt wurden vor allen Dingen die hohen Kundenerwartungen an Preise und Liefergeschwindigkeiten.

Vereinbaren lassen sich diese Aspekte, wenn sich Unternehmen stärker auf den langfristigen Erfolg und die Steigerung ihres Unternehmenswerts fokussieren. Somit sollten die jetzt notwendigen Investitionen in Nachhaltigkeit als Investitionen in Zukunftsfähigkeit und Resilienz verstanden werden.

Folgende Maßnahmen sind in diesem Kontext wichtig:

  • Energiebedarf senken und (teilweise) in Eigenregie decken
  • Knappe Ressourcen schonend einsetzen, um Verfügbarkeits- und Kostenrisiken zu mindern
  • Durch Up- oder Recycling Kosten senken
  • Auch bei Lieferanten auf die Umsetzung dieser Maßnahmen achten

In Summe prägen diese Aspekte das Markenimage von Unternehmen positiv. Dies wiederum eröffnet neue Vertriebspotenziale.

 

Fehlende Transparenz in der Supply Chain als Hindernis

Die Umfrage zeigt auch: Die Supply Chain ist für die meisten Unternehmen noch nicht vollständig transparent. Zwar gaben über die Hälfte der Befragten an, sie hätten umfassende Einblicke in ihre eigenen Produkt- und Beschaffungsprozesse. Bei den Lieferanten waren es jedoch nur 20 Prozent, obwohl diese als verlängerter Teil des Unternehmens betrachtet werden und einen erheblichen Anteil am ökologischen Fußabdruck haben. Doch wie lässt sich diese Intransparenz minimieren?

Mit dem Lieferkettengesetz wurde bereits der Grundstein für Nachhaltigkeit und gegen die Ausbeutung von Menschen gelegt. Das Gesetz sorgt dafür, dass sich alle Unternehmen gleichermaßen um Transparenz bemühen müssen. Somit steigt automatisch der Druck auf Lieferanten. Diejenigen Glieder der Lieferkette, die weiterhin nicht mit offenen Karten spielen, werden nach und nach von transparenteren Partnern verdrängt.

Unternehmen, die Hilfe bei der Suche nach neuen Lieferanten für ihre nachhaltige Lieferkette suchen, können im Übrigen auf das SAP Business Network zurückgreifen. Es handelt sich dabei um eine Plattform, über die sich Unternehmen mit passenden Lieferanten für ihren Supply Chain vernetzen können. Dadurch lässt sich die Zusammenarbeit erheblich verbessern und in Echtzeit synchronisieren. Das SAP Business Network ermöglicht es jedoch auch, neue, transparentere Handelspartner zu entdecken und in die Lieferkette zu integrieren. Insgesamt senkt die Lösung das Ausfallrisiko und schafft gleichzeitig Transparenz im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsziele.

Große Potenziale im Fertigungsprozess

 Den größten Hebel in puncto Nachhaltigkeit sehen Unternehmen offensichtlich in ihren Fertigungsprozessen. Über 50 Prozent haben ihre Produktionsabläufe bereits angepasst oder planen, dies zu tun. Das primäre Ziel ist es hierbei, die Kosten für nachhaltige Produkte zu senken und Neuentwicklungen preislich attraktiv zu halten. Denn je mehr nachhaltige Produkte verkauft werden, desto eher lassen sich Nachhaltigkeitsziele erreichen.

Dass die Fertigungsprozesse derzeit im Fokus stehen, ist nachvollziehbar. Denn Prozessübersicht, Verantwortung und Kompetenz liegen hier im eigenen Hause. Das macht es einfacher, Fortschritte zu erzielen. Es kann aber dennoch äußerst lohnenswert sein, über den Tellerrand hinaus zu blicken und sich beispielsweise auch die Beschaffung und Lieferwege vorzunehmen.

Ein Ansatzpunkt ist etwa die Identifikation alternativer Rohstoffe, die besser verfügbar, kostengünstiger und schneller lieferbar sind sowie unter transparenten Bedingungen abgebaut werden. Und auch die Transportwege bieten Verbesserungspotenzial. Hier stehen kürzere Wege (geringerer CO2-Ausstoß), die Schaffung von Transportalternativen und eine höhere Liefertreue im Fokus.

All diese Punkte unterstützen Betriebe dabei, ihre Produkte nicht nur nachhaltig zu machen, sondern auch preislich im Wettbewerb zu bleiben. Außerdem tragen sie mindestens genauso viel zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele bei, wie die Veränderung der Produktion.

 

Nachhaltigkeit über die gesamte Lieferkette muss das primäre Ziel sein

Insgesamt wird deutlich: In jedem Bereich der Supply Chain stecken Chancen für mehr Nachhaltigkeit. Im Grunde führt für Unternehmen kein Weg daran vorbei, diese Chancen zu nutzen. Denn wer sich nicht mit dem Thema nachhaltiger Lieferketten beschäftigt oder zu lange zögert, wird nicht nur wirtschaftlich ins Hintertreffen geraten. Er riskiert auch die Gesundheit unseres Planeten.

 


 

Haben Sie Fragen oder Interesse zum Thema ERP für eine nachhaltige Lieferkette Dann sprechen Sie uns gern an. 
Unser Berater-Team freut sich auf Sie.

 

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